ZIVILGESELLSCHAFTLICHE PARTIZIPATION
  ZIVILGESELLSCHAFTSBÜRO GEGRÜNDET
 
 
  Nach langen und kontroversen Diskussionen während der ersten Woche der PrepCom wurde am Freitag morgen vom Plenum der zivilgesellschaftlichen Gruppen der Einrichtung eines zivilgesellschaftlichen Büros zugestimmt. Dieses Büro soll die Partizipation der Zivilgesellschaft im WSIS Prozess erleichtern und koordinieren.

Das Büro besteht aus über 20 zivilgesellschaftlichen "Familien", jede repräsentiert durch einen "Focal Point". Während des Plenums am Freitag berichteten jene Focal Points über die Gründungsprozesse der verschiedenen Familien und deren bisherige Aktivitäten. Wie schon in den vorangegangenen Tagen wurde reichlich Kritik über das Konzept des Zivilgesellschaftsbüros geäußert. Viele TeilnehmerInnen meldeten Zweifel über den Sinn eines solchen Büros an und zeigten sich besorgt über den damit einhergehenden Aufbau hierarchischer Strukturen. Trotzdem war das Plenum bereit, dem Büro für eine Testphase seine Unterstützung zu geben. Nach der PrepCom soll es überdacht und neu konzipiert werden.

Unklarheit herrschte immer noch über die Aufteilung in prozedurale und inhaltliche Fragen. Gemäß dem ursprünglichen Vorschlag sollen das Büro und die Familien ausschließlich die Teilnahme zivilgesellschaftlicher Akteure am WSIS Prozess erleichtern, während die thematischen und inhaltlichen Beiträge dieser Akteure in den Themen-bezogenen Arbeitsgruppen und "Caucuses" diskutiert werden. Einige Familien äußerten jedoch den Wunsch, auch an inhaltlichen Fragen zu arbeiten oder hatten bereits Stellungnahmen erarbeitet.

Einmal mehr wurde in der Debatte deutlich, dass das Konzept einer Zivilgesellschaft immer noch unscharf ist und deutlicher Klärung bedarf. Obwohl die gängigen Definitionen den Bereich "Zivilgesellschaft" als nicht-kommerziell und nicht-staatlich begreifen und somit eine Teilnahme wirtschaftlicher wie staatlicher Akteure ausschließen, beinhaltet das nun gegründete zivilgesellschaftliche Büro Familien mit engen Bindungen an sowohl staatliche wie auch wirtschaftliche Akteure (beispielsweise die Familien "Städte und lokale Autoritäten" und "Medien").

Gegen Mittag hielt das zivilgesellschaftliche Büro sein Gründungstreffen ab. Mehr Informationen über dieses Thema gibt es demnächst auf www.geneva2003.org.

Währenddessen kommen die Debatten im großen Plenarsaal, in dem das Subcommittee 2 den Entwurf der Abschlusserklärung erstellen soll, nur langsam voran. Freitag nachmittag hatten sich die Regierungsdelegierten immer noch nicht über eine Struktur der Dokumente geeinigt, die sie erarbeiten sollen. Das zivilgesellschaftliche "Subcommittee on Content and Themes" brachte einen eigenen Vorschlag zur Struktur der Abschlusserklärung ein.


 
 
 
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