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AUF DEM WEG ZU EINER CHARTA |
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Forum 6: Sicherung der kulturellen und medialen Vielfalt |
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Alte Charta, Version 1.0
5. Kulturelle und sprachliche Vielfalt. Kultur verwirklicht sich im Ensemble der menschlichen Artefakte, aber auch in den Verhaltensweisen, Normen, Lebensformen und sprachlichen Ausdrucksformen. Die Entwicklung der globalen Wissensgesellschaft darf nicht zu einer Homogenisierung der Kulturen unter dem Anspruch der Vermarktbarkeit führen. Vielmehr müssen die kreativen Potenziale der gegenwärtigen Informations- und Kommunikationstechnologien dafür genutzt werden, dass die Vielfalt der Kulturen und Sprachen als Bedingung individueller und gesellschaftlicher Entwicklung für Gegenwart und Zukunft bewahrt und befördert wird.
6. Sicherung medialer Vielfalt und öffentlicher Meinung. Angesichts der konkreten Bedrohung, dass wenige globale Medienakteure unter Einsatz digitaler Techniken die Inhalte und damit die öffentliche Meinung bestimmen, muss dieser Gefahr gegengesteuert und der Bedeutung medialer Vielfalt und des Angebots nicht-kommerzieller medialer Information für den Erhalt einer aufgeklärten Öffentlichkeit Rechnung getragen werden. Zudem müssen sich in öffentlicher Verantwortung neue Formen der Ausgestaltung der Potenziale der digitalen Medien entwickeln können, z.B. durch erweiterte Public-Service-Anbieter und durch offene, direkte, zivilgesellschaftliche Organisationsformen mit freier Beteiligung aller Bürger und Bürgerinnen.
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