Alte Charta, Version 1.0
Präambel
Im Mittelpunkt der Charta "Nachhaltige Wissensgesellschaft" steht das Prinzip des nachhaltigen Umgangs mit Wissen und Information. Diese Perspektive wurde in den bisherigen Stellungnahmen zum WSIS-Prozess nur unzureichend berücksichtigt. In Ergänzung und teilweise sogar in Ersetzung unserer natürlichen Umgebung und der Inanspruchnahme materieller Güter sind es die elektronischen Umgebungen, in denen wir uns unabhängig von räumlichen und zeitlichen Beschränkungen "bewegen" und die unser privates, berufliches und öffentliches Leben mehr und mehr bestimmen. Auch diese Umgebungen müssen unter Prinzipien der Nachhaltigkeit gestaltet werden.
Nachhaltigkeit setzt zunächst einen Akzent gegen die derzeit dominierende Kommodifizierung von Wissen und Information, die eher auf kurzfristige Verwertung und künstliche Verknappung des an sich freien Gutes des Wissens abhebt als auf langfristige Absicherung der individuellen und gesellschaftlichen Entwicklung und auf Freizügigkeit beim Umgang mit Wissen und Information.
Zu einer nach nachhaltigen Prinzipien organisierten Wissensgesellschaft gehören aber auch Antworten auf die Herausforderung sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit beim Umgang mit Wissen und Information und die Bewahrung und Förderung kultureller und medialer Vielfalt als Bedingung individueller und demokratischer Entwicklung und der Förderung des Friedens.
Die Initiative Charta "Nachhaltige Wissensgesellschaft" schlägt zur Behandlung auf dem WSIS die folgenden Bereiche und Ziele einer Wissens- und Informationsgesellschaft unter dem Primat der Nachhaltigkeit vor: