Berlin, 3. Juni 2003. Während eines bundesweiten Treffens am 25. Mai 2003 nominierte der Deutsche Zivilgesellschaftliche WSIS-Koordinierungskreis sechs Personen zur Aufnahme in die deutsche Regierungsdelegation während des Vorbereitungsprozesses zum ersten Teil des WSIS. Zugleich forderte er die dauerhafte Einbeziehung von zivilgesellschaftlichen VertreterInnen während der gesamten Vorbereitungsphase des Weltgipfels, die im Jahre 2005 in den zweiten WSIS-Gipfel in Tunis münden soll.
Die sechs Personen umfassen führende Mitglieder des Wissenschaftszentrums Berlin, der Free Software Foundation Europe, Terre des Femmes, der Deutschen UNESCO Kommission, des verdi Bundesvorstandes, und der Forschungsgruppe Informationsgesellschaft und Sicherheitspoltik (FOGIS). Sie sollen die Regierungsdelegation in Fragen der Informationsgesellschaft beraten, zivilgesellschaftliche Positionen in die Arbeit der Delegation einbringen, und an den Debatten und Abstimmungen im internationalen WSIS Prozess teilnehmen bzw. diese nach zivilgesellschaftlichen Gesichtspunkten beeinflussen.
Zur Vernetzungs- und Lobbyarbeit der zivilgesellschaftlichen Gruppen im WSIS Prozess kommt hiermit die Einbeziehung in direkte Entscheidungsprozesse als neuer Aspekt hinzu.
Die Nominierung basiert auf den Ergebnissen eines Treffens, zu dem das Wirtschaftsministeriums im April eingeladen hatte. Dort war vonseiten der Regierungsdelegation eine Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure in Aussicht gestellt worden. Der Koordinationskreis hofft, dass der so begonnene produktive Dialog der Regierungsvertreter mit allen interessierten gesellschaftlichen Gruppen fortgesetzt werden wird.